| zurück |
| Candoia p. paulsoni Weibchen. Sie ist eine Nachzucht und hat schon mehrmals für Nachwuchs gesorgt. Sie ist um die 130cm groß. Ihr Wesen ist sehr ruhig, was sich auch in ihrer Vorliebe für totes Futter wiederspiegelt. |
|
Candoia p. paulsoni Männchen. Er ist ein Wildfang, bereitete aber von Anfang an keine Schwierigkeiten in der Haltung. |
|
Auf diesem Foto lässt sich der Größenunterschied der Geschlechter bei Candoia Paulsoni erkennnen. |
|
Allgemeines Paulsons Solomonenboa ( Candoia paulsoni paulsoni) gehört zur Gattung der Candoia (Pazifikboas), und ist eine von sechs Unterarten der Paulsonis (Mcdowelli, paulsoni, rosadoi, sadlieri, tasmai, vindumi), welche die Solomonen, Admirals- und Santa Cruz Inseln, Zentral Papua Neuguinea, Halmahera und einige vorgelagerte Inseln Ost-Sulawesis besiedeln. Die dämmerungs und nachtaktiven Boas sind als Jungtiere Futterspezialisten und ernähren sich hauptsächlich von Echsen. Später erweitert sich das Beutespektrum und Nager der entsprechenden Größe werden bevorzugt. Jüngere Tiere und Männchen sind überwiegend Baumbewohnend, während ältere Weibchen den Boden bevorzugen. Weibchen erreichen eine Länge von über 140cm. Männchen bleiben dagegen deutlich kleiner, meist unter 90cm und viel schmächtiger. |
|
Interessantes + Bei den lebendgebärenden Solomonenboas kann das Geschlecht der Tiere eindeutig an äusseren Merkmalen festgemacht werden. Männliche Tiere besitzen neben der Kloake Aftersporne. Diese bis 5mm langen Rückbleibsel früherer Beine können aktiv bewegt werden und dienen dazu, das Weibchen zur Paarung zu stimulieren. Die Männchen kriechen über die Weibchen und kraulen ihnen mit diesen Afterspornen den Rücken. + Solomonenboas sind in gewissem Maße in der Lage, ihre Färbung zu ändern. Dies betrifft die Grundfarbe, die heller oder dunkler werden kann und die Musterung, die von nicht sichtbar bis sehr kontrastreich sein kann. Dies ist unter anderem abhängig von den Klimafaktoren, denen die Tiere ausgesetzt sind. Es gilt, je feuchter die Umgebung, desto kontrastreicher die Musterung und je wärmer die Umgebung, desto heller die Grundfarbe. Im Idealfall zeigen die Tiere sehr bunte Farben und eine kontrastreiche Musterung. |
|
Aftersporne des Männchens |

|
Candoia p. paulsoni (Paulsons Solomonenboa) |
|
Haltung Meine Candoia p. paulsonis halte ich das ganze Jahr über paarweise in einem Regenwaldterrarium mit entsprechender Einrichtung. 2008 werden sie auch nicht vor der Paarungszeit getrennt gehalten. Die Grundtemperatur bewegt sich um 24°C tagsüber und 22°C nachts. An den wärmsten Stellen werden tagsüber Werte über 30°C und nachts 26°C erreicht. DieTiere halten sich meist in Temperaturbereichen zwischen 24-26°C auf. Die Luftfeuchtigkeit varriert tagsüber von 60%-65% und nachts 75%-85%. Zur Simulierung einer trockenen Phase, die zur Paarung stimulieren soll, wird die Luftfeuchtigkeit nicht mehr aktiv angehoben und die Nachttemperaturen auf Zimmerwerte gesenkt. Nach einem Zeitraum von ca 6 Wochen beginnt wieder die Feuchtphase mit Nachttemperaturen zwischen 24°C und 28°C und ganztags Luftfeuchtigkeitswerte über 80%. Dadurch werden die Tiere zur Paarung animiert. Als Futter werden alle gängigen Nager der entsprechenden Größe angeboten. Dies sind bei ausgewachsenen Tieren Mäuse u.ä., und bei Weibchen Nager bis zur Größe mittelgroßer Ratten. Vor der Paarungszeit werden den Futtertieren des Weibchens Mineral- und Vitamin-Präparate zugegeben. Während der gesamten Trächtigkeit verweigern Weibchen die Nahrungsaufnahme (Tragzeit 7-12 Monate!!!). Männchen können teilweise auch Futterpausen über Monate einlegen. Ein großes Wasserbecken mit frischem Wasser steht ständig zur Verfügung. Besonders während der Trächtigkeit und nach der Nahrungsaufnahme trinken Paulsonis viel. Gelegentlich wird nach dem Fressen gebadet. |
| SNAKEPOINT |